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GoldStar TV präsentiert:
Rosanna Rocci im exklusiven Interview

GoldStar TV hat mit Rosanna Rocci anlässlich ihres 51. Geburtstags gesprochen. Die italienische Sängerin spricht im exklusiven Interview sehr offen über ihre Trennung von Ehemann Michael Morgan, plaudert über ihre Zeit bei GoldStar TV und verrät ihre Zukunftspläne.

Die Sängerin Rosanna Rocci

Rosanna Rocci erblickte am 28. Oktober 1968 in Solothurn das Licht der Welt. Im Alter von vier Jahren zog es ihre Familie in die Abruzzen. Dort verbrachte sie gemeinsam mit ihren beiden Schwestern ihre weitere Kindheit. Schon sehr früh entdeckte Rosanna Rocci ihre Leidenschaft für die Musik und lernte bereits in jungen Jahren Organetto spielen. Auf einer Veranstaltung in Deutschland spielte die sympathische Musikerin einer Komponistin vor, die sie schließlich nach Kempten holte. Zunächst wurde mit der temeramentvollen Sängerin Schlagermusik in englischer und italienischer Sprache produziert. Anfang der 1990er Jahre durfte Rocci mit Tony Christie und Umberto Tozzi auf Tournee, was ihr internationale Bekanntheit verschaffte. Einige Jahre später sang Rocci auch in deutscher Sprache.

Alle Hits von Rosanna Rocci gibt es auf GoldStar TV und natürlich auch im Senderpaket FERNSEHEN MIT HERZ.

Das exklusive Interview

Im Interview mit GoldStar TV zeigt die temperamentvolle Sängerin, dass sie auch eine sensible Seite hat. So erzählt sie nicht nur über ihr aktuelles Album, sondern auch über sehr persönliche Dinge, wie die Trennung von Michael Morgan.

Liebe Rosanna, letztes Jahr hast du dich wieder musikalisch zurückgemeldet. Wie hast du dieses „Comeback“ erlebt?

Rosanna: Ich bin sehr aktiv auf Facebook und Instagram und habe deshalb immer einen engen Kontakt zu meinen Fans. Meine Fans haben immer gefragt, wann endlich was Neues von mir kommt. Sie haben sich sehr gefreut als es soweit war. Aber auch die Medien haben zum Glück sehr positiv reagiert, dass ich wieder da bin, denn ich hatte Angst, in Vergessenheit zu geraten.

Am 5. April ist dein aktuelles Album „5.0“ veröffentlicht worden. Was ist das Besondere an diesem Album und was unterscheidet es von den anderen?

Rosanna: Ich habe sehr viel mitbestimmt, mitgeschrieben und Ideen eingebracht. Ich habe mir Träume und Wünsche aus meiner Kindheit verwirklicht. Zum Beispiel „Bella Ciao“. Mit „Bella Ciao“ bin ich aufgewachsen. Ich habe das in der Schule, zuhause und am Strand gesungen. Ich wollte das schon vor 7 Jahren aufnehmen, aber es gab immer Leute, die mir davon abgeraten haben. Und jetzt habe ich es endlich gemacht und es ist für mich damit ein Traum in Erfüllung gegangen.

Wieso hast du dir mehrere Jahre Zeit gelassen für ein neues Album?

Rosanna: In den letzten Jahren hat sich in meinem Leben sehr viel verändert, auch privat. Es kam die Scheidung von Michael und ich habe mich ein bisschen verloren. Ich wusste nicht mehr, wer ich wirklich bin und wo die Reise hingehen soll, sowohl musikalisch als auch privat. Wegen diesen Veränderungen habe ich mir sehr viel Zeit gelassen. Ich habe auch ein neues Team und habe sehr viel ausprobiert. Ich war lange nicht 100% hinter dem, was ich mache. Und ich dachte mir, wenn ich nicht wirklich dahinter stehe, lasse ich mir lieber Zeit. Das hat sehr lange gedauert. Aber jetzt weiß ich, musikalisch und privat, was ich will. Das ist ein gutes Gefühl. Ich habe auch ein Team, das mich unterstützt und ich fühle mich zu Hause. Auch deshalb konnte ich sehr kreativ sein.

Singst du lieber auf Deutsch oder auf Italienisch?

Rosanna: Mein erstes Album war vor langer Zeit auf Englisch. Ich konnte noch nicht so gut Deutsch. Jetzt kann ich ziemlich gut Deutsch aber die Muttersprache ist einfach anders. Ich träume italienisch, ich denke italienisch. Der Unterschied ist, wenn ich auf Italienisch singe, konzentriere ich mich nur auf das Gefühl und wenn ich Deutsch singe, muss ich mich schon auf die Sprache konzentrieren. Es ist ein bisschen schwieriger, aber es macht mir trotzdem Spaß und ich bin dankbar, dass ich auf Deutsch singen kann. Deutschland hat mir so viel gegeben, worüber ich jetzt sehr glücklich und dankbar bin.

Aber dein italienisches Temperament hast du mit nach Deutschland genommen?

Rocci: Auf jeden Fall! Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich einen Kulturschock bekommen. Es war wie eine Vollbremsung. In Italien war ich ein freier Vogel und in Deutschland gab es Regeln – zu viele Regeln. Ich musste mich daran gewöhnen, aber ich bin trotzdem sehr glücklich, denn ich habe sehr viele positive Dinge aus Deutschland angenommen, zum Beispiel pünktlich zu sein. Das gilt aber nicht im Privatleben und auch nicht im Urlaub, da will ich ohne Uhr sein. Ich bin mir aber selber auch treu geblieben und weiterhin die chaotische Italienerin.

Mit welchen drei Worten würdest du dich selbst beschreiben?

Es ist immer doof sich selber zu beschreiben. Ich sage einfach das, was die Leute über mich sagen: Ich sei ein Sonnenschein, ich sei verrückt und ehrlich. Ich stehe zu meinen Fehlern, ich bin nicht perfekt und ich glaube es ist eine gute Eigenschaft, wenn man Fehler zugeben kann.

Auf GoldStar TV zeigen wir unter anderem auch „Drei Mädels auf Mallorca“. Welche Erinnerung hast du an die Zeit bzw. Produktionen mit Tanja Lasch und Marry?

Wir haben so viel gelacht und Spaß gehabt. Es war schön und eine tolle Erfahrung, vor allem weil wir auch privat befreundet sind. Wir würden das gerne wieder machen.

Du warst bei GoldStar TV in mehreren Sendungen zu Gast. Unter anderem 2001 „bei Hübner“ und 2012 bei „Schlager & Co extra“ mit Sonja Weissensteiner. Welche Erinnerungen hast du an diese Sendungen?

Rosanna: Da ich von Anfang an dabei war und alle Leute kenne, habe ich es als sehr familiär empfunden. Ich liebe diese familiäre und freundschaftliche Atmosphäre. Natürlich ist es auch Business, aber ich finde Musik hat auch mit Leidenschaft und Spaß zu tun.

Du warst mit „Fly & Help“ in der Karibik. Was begeistert dich an diesem Projekt?

Ich weiß wie viel Armut es auf der Welt gibt, aber ich war damit noch nie so nah konfrontiert. Ich habe geweint und habe mich geschämt, weil wir so viel haben und trotzdem so unglücklich sind. Die Leute, die so wenig haben, geben so viel und sind so fröhlich. Sie lachen viel mehr als wir. Ich habe gedacht, ich möchte auch helfen. Reiner Meutsch ist ein ganz toller Mensch. Ich kenne keinen, der so viel gibt wie er. Wir müssen Kinder unterstützen. Sie sind unsere Zukunft.

Was war dein persönliches Highlight in deiner bisherigen musikalischen Karriere?

Rosanna: Es gab viele Highlights. Eins davon war zum Beispiel in Moskau. Ich war bei einem Konzert für die Kinder von Chernobyl. Da habe ich gerade angefangen. Ich war mittendrin mit Dieter Bohlen, C. C. Catch und den ganz Großen. Das war für mich eine tolle Erfahrung. Ich genieße aber wirklich auch jeden kleinen Auftritt mit tollem Publikum. Es sind große aber auch kleine Momente, die für mich besonders sind. Erst kürzlich ist ein weiterer Traum für mich in Erfüllung gegangen: Das Duett mit Semino Rossi.

Gab es auch einen Tiefpunkt in deiner Karriere?

Rosanna: Während der Trennung von meinem Mann, gab es eine Zeit, da hat sich privat und beruflich so viel verändert. Ich war überfordert und plötzlich ging’s nicht mehr. Ich hatte ein Burnout und musste professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Worauf dürfen sich deine Fans in den nächsten Jahren freuen?

Ich bin wieder voller Energie und gut drauf. Ich möchte das einfach an meine Fans weitergeben. Viele Live-Auftritte, TV-Sendungen und neue Projekte stehen an.

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